Die Rolle der Haushaltsrechnungen bei Krediten

Viele glauben, dass bei Krediten lediglich die Schufa eine Rolle spielt und die Bonität ausschlaggebend für eine Kreditvergabe ist.
In diesem Blog will ich die Wichtigkeit der Haushaltsrechnung für einen Kredit erläutern.

Was ist eine „Haushaltsrechnung“ überhaupt?

Mit einer „Haushaltsrechnung“ ist die Berechnung Ihrer aktuellen monatlichen finanziellen Ausgangssituation gemeint.

Hierbei wird geprüft, wie hoch Ihre Einnahmen sind und dem werden Ihre regelmäßigen monatlichen Ausgaben gegen gerechnet.

Was genau von den Banken als Einnahmen und Ausgaben angerechnet wird, variiert von Bank zu Bank.

Diese Einnahmen werden bei den meisten Banken angerechnet:
=> unbefristetes Nettoeinkommen aus Nichtselbstständiger Arbeit
(meist nach dem Niederswertprinzip der letzten 3 Monate)
=> Mieteinnahmen (kalt)
=> Minijob einnahmen (sofern seid mindestens 3 Monaten tätig)

Diese Einnahmen werden leider nicht angerechnet

=> Arbeitslosengeld
=> Einkommen aus einem Ausbildungsverhältnis
=> Studentenlohn
=> Elterngeld (in Einzelfällen als 2. Kreditnehmer anrechenbar)
=> Krankengeld

Diese Einnahmequellen werden zusammengerechnet und den Ausgaben gegengestellt. Einnahmen von weiteren Familienmitgliedern aus dem selben Haushalt wird nur angerechnet, wenn diese auch als Kreditnehmer verzeichnet werden.

Diese Ausgaben werden von den Banken angerechnet.

=> Mietausgaben bzw. Immobilienfinanzierungen
=> Lebenshaltungskosten (Pauschalwerte, abhängig von der Anzahl an Personen die im gemeinsamen Haushalt leben
=> Ratenzahlungen jeglicher Finanzierungen inkl. 0% Finnzierungen und Kreditkarten

Nachdem die Einnahmen und die Ausgaben berechnet wurden, wird geprüft, wie viel da im Monat noch übrig bleibt.

Im Anschluss wird ermittelt, ob die Rate eines neuen potenziellen Kredits bezahlbar für den Kunden wäre.

Erst ab diesem Punkt wird die Bonität des Kreditinteressenten berücksichtigt und ein Zinswert ermittelt.

Von Deniz Akdag

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